Methode und Nutzen der ereignisdiskreten, zeitdynamischen Ablaufsimulation

Methode

Mit Simulation lassen sich Betriebsabläufe und Betriebsverhalten realer oder geplanter Systeme als Modell nachbilden.

Mit dem Modell und mittels Variation von Prozessparametern in geeigneten Experimenten und Szenarien lassen sich zeitdynamische Abhängigkeiten, Beeinflussungen, Wechselwirkungen und Zusammenhänge aufzeigen, illustrieren, analysieren, kommunizieren und optimieren.

Das Ziel besteht darin, Betriebsabläufe, Planungen und Alternativen zu analysieren, zu bewerten und zu optimieren bevor es zu einer teuren und riskanten Umsetzung im realen System kommt. Langwierige Feinabstimmungen, kostentreibende Experimente und Betriebsunterbrechungen am realen System lassen sich auf diese Weise mit Simulation vermeiden.

Nutzen

Eine Simulationsstudie ist ein Blick in das zukünftige System- und Betriebsverhalten Ihrer Neuplanungen oder Reorganisationsmaßnahmen und somit die Absicherung Ihrer Investitionen.

Bereits vor der Umsetzung können Planungen und Maßnahmen risikolos auf Effektivität und möglicherweise auftretende negative Auswirkungen durchleuchtet werden. Die Untersuchungen, Experimente und Szenarien erfolgen unter Verwendung eines Simulationsmodells, einer Abstraktion Ihres geplanten Systems, risikolos an Ihrem Rechner und bei Reorganisationsprojekten ohne Eingriffe in Ihre realen, täglichen Betriebsabläufe. Bei Neuplanungen besteht die Anlage in dieser oder ähnlicher Form selten. Meist sind die Randbedingungen, die zu dieser Anlagen- oder Prozesslösung geführt haben, derart individuell, dass kaum Analogieschlüsse und Erfahrungen aus ähnlichen Projekten übertragbar sind.
Hierfür stellt Simulation eine ideale Methode dar, um schon im Vorfeld der Investitionen und der Inbetriebnahme fundierte, objektive Erkenntnisse über das spätere System- und Leistungsverhalten zu ermitteln und somit zu effektiveren Lösungen zu gelangen. Schwachstellen in Prozessabläufen, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, die in der Realität nicht offensichtlich sind, können frühzeitig erkannt, analysiert und bei Bedarf behoben werden.
Somit erhöht sich die Planungs- und Investitionssicherheit erheblich.
Das Spannungsfeld zwischen Entscheidern, Planern und Anwendern entschärft sich durch eine einfach verständliche und auf objektiven Systemerkenntnissen basierende Kommunikationsebene.

Der finanzielle Nutzen einer Simulationsstudie lässt sich allerdings vor deren Durchführung nur schwer abschätzen, da sich Erkenntnisse, Planungsfehler und Einsparpotenziale erst während oder zum Ende ihrer Durchführung ermitteln lassen.
Nach VDI Richtlinie 3633 liegt der Aufwand einer Simulation bei ca. 0,5% und der Nutzen zwischen 2% bis 4% der Investitionssumme. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis liegt bei durchschnittlich 1:6.
Diese Werte dienen nur als grobe Richtwerte und können von Branche zu Branche und je nach Art der Aufgabenstellung stark variieren. Weiterhin hat der Aufwand für die Datenbereitstellung und die Qualität der Inputdaten einen erheblichen Einfluss auf das Kosten/Nutzenverhältnis und die Aussagegenauigkeit der Simulationsergebnisse.

Zusätzlich zu der bereits genannten erhöhten Planungs- und Investitionssicherheit ergeben sich folgende Nutzeneffekte:
  • Leistungssteigerungen und gleichmäßigere Auslastungen der untersuchten Systeme
  • Kosteneinsparungen
  • Objektive Erkenntnisse als Grundlagen für die Entscheidungsfindung
  • Die Visualisierung und Animation innerhalb einer Simulationsstudie stellt ein hervorragendes Kommunikationsinstrument im Spannungsfeld zwischen Entscheidern, Planern und Anwendern dar.
  • Intuition bei der Entscheidungsfindung und Wunschvorstellungen werden ersetzt durch objektiv belastbare, transparent darstellbare und nachvollziehbare Fakten.



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